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Der Klushund ist eine Sagengestalt aus Vorarlberg. Die dämonische Tiergestalt geht laut Sage auf den Verräter zurück, der im Dreißigjährigen Krieg die Stadt Bregenz an das Schwedische Heer unter General Wrangel verriet. Wrangel hatte dem Verräter für seine Tat das goldene Kegelspiel auf dem Schloss Hohenbregenz versprochen. Der Sage nach muss der Verräter für seine Freveltat nun ewig als großer schwarzer Hund, meist beschrieben mit tellergroßen leuchtenden Augen, auf der ehemaligen Römerstraße am Bergrand von Norden nach Süden durchs Land laufen. Eine Begegnung mit dem bedrohlichen Untier bringt in den Sagen Krankheit, Leid oder Plage.

VerbreitungBearbeiten

Sagen vom Klushund sind über die Gemeinden im Rheintal verbreitet. Seine bevorzugten Umgangsgebiete sind das Gebiet von Bregenz und vor allem der so genannte Kluser Wald, ein einst sehr finsteres und daher gefürchtetes Waldgebiet zwischen den Gemeinden Götzis und Klaus. Der Klushund fand inzwischen Eingang in eine Vielzahl von literarischen Arbeiten.

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Bennat: Der Verräter im Schwedenkrieg aus der Sicht des Klushundes. In: Ders.: Gemeinde-Chronik Lochau. Hg. v. der Gemeinde Lochau zur 800-Jahr-Feier 1986. Lochau 1986. S. 204–208.
  • Kulturkreis Hohenems (Hg.): Emser Sagen. Lustenau 1980.
  • Richard Beitl: Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg. Feldkirch 1953.
  • Franz Elsensohn: Ruggburg, Klushund, Felsowible. Sagen und Legenden aus dem Leiblachtal. Hg. von den Gemeindeämtern Leiblachtal. Hohenems 2005.
  • Leander Petzoldt (Hg.): Sagen aus Vorarlberg. München 1994.
  • Franz Elsensohn: Vom Klushund - Vorarlbergs bekannteste Sage. Götzis 2013

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