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--> Dämonen

JudentumBearbeiten

Schedim ist der hebräische Begriff für Dämonen. Er wird besser mit ‚Halbgötter‘ oder ‚Geister‘ übersetzt. Der Begriff ist ein Lehnwort aus dem Akkadischen (schedu) und bezeichnet dort eine freundliche, gute, beschützende Macht (Geist). Er erscheint nur zweimal im Tanach (stets im Plural), jedes Mal für falsche Götter, Götzen, „Nicht-Götter“ im Kontext verbotener Kinds- und Tieropfer. Aus Ps 106,37 geht hervor, dass ihnen im heidnischen, nichtjüdischen Kult Menschenopfer dargebracht wurden. Im zweiten Lied des Mose (Dtn 32) segnet Mose sein Volk Israel und eröffnet ihm eine Zukunftsvision. Dann wird ihm geboten, auf den Berg Nebo zu steigen und sich auf seinen Tod vorzubereiten. In Dtn 32,17 beklagt Mose Avoda sara (עבודה זרה hrb. ‚fremder Dienst‘), das heißt Götzendienst, unter den Kindern Israels. Das Lied führt die Klage, dass die Bundestreue des Volkes Israel zu Gott im Kontakt mit den heidnischen Völkern Kanaans verblasst war und dass heidnischer Kult Geister anbetet, denen die notwendige Macht fehlt und die deshalb des Götzendienstes durch Israel unwürdig sind. Im Tanach spielen Dämonen sonst eine ganz untergeordnete Rolle; sie werden selten als Anklänge alter Zeiten und heidnischer Bräuche erwähnt; neben den Schedim noch Asasel und Nephilim.


Als Dibbuk können „irrende Seelen“, die keine Ruhe finden, nach dem Tode in Lebende fahren. Es handelt sich hierbei um jüdische Mystik und Aggada, jüdische Erzählung, Sage, die Maimonides in diesem Zusammenhang vermied, wie auch auf die Rede von Himmel, Hölle und die ins Unendliche reichende körperliche Auferstehung. Er betont die Unmöglichkeit menschlichen Denkvermögens, über sich hinauszugehen und Unsägliches zu sagen, und das abstrakte Weiterleben der Persönlichkeit.

Die Qliphoth der kabbalistischen Kosmologie sind metaphorisch als verhüllende Schalen um "Funken göttlicher Lichtemanation" aufgefasst. Göttlichkeit im Judentum bedeutet die Offenbarung der heiligen ein-einzigen Wirklichkeit Gottes. Qliphoth verhüllen diese jedoch, wie Schalen die enthaltene Frucht umhüllen. Qliphoth sind daher synonym mit Götzendienst (Idolatrie), Unreinheit, bösen geistigen Kräften, Quellen von spiritueller, religiöser Unreinheit.

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