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220px-Brooklyn Museum - Here Comes the Bogey-Man (Que viene el Coco) - Francisco de Goya y Lucientes crop

Darstellung von El Coco (spanischer Name des Butzemanns) von Francisco de Goya (1769/97)

Der Butzemann, auch Butz oder Buschemann (sowie auch Bütze, Butze, Putz, Boz, Buz, Butzenmann, Bugimann, Bullebeiß, Busemand, Buhmann, Boesman oder Böög genannt und artverwandt mit dem Schwarzen Mann) ist eine gespensterhafte, kobold- oder zwergenartige Figur, die vorwiegend aus dem süddeutschen, schweizerischen, aber auch im norddeutschen und skandinavischen Raum bekannt ist und dort stark gefürchtet wurde. In neuerer Zeit taucht diese Figur jedoch hauptsächlich als Kinderschreckfigur auf, wenn dies auch nicht ihr ursprünglicher Charakter war. Weitverbreitet ist beispielsweise das Kinderlied Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann.

EtymologieBearbeiten

Sprachlich ist der Ausdruck vermutlich aus dem mittelhochdeutschen Wort bôzen oder bessen „schlagen, poltern, klopfen“ abgeleitet. Eine andere mögliche Namensherleitung ist verbutzen (verhüllen, vermummen; vom langobardischen Wort pauz). Im Sächsischen (Raum Dresden) gibt es die Bezeichnung "Mummum".

Ein anderer Name für den Butzemann ist Mummelmann, d. h. der vermummte Mann. Es gibt auch aus diesen beiden Ausdrücken zusammengesetzte Formen wie Butzenmummel, Mummelputz, Mombotz (in Hessen) und Mumpitz.

In der modernen Fassung des Kinderliedes Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann wird aus der Schreckfigur ein lustig tanzender Zwerg, der gute Kinder mit Äpfeln aus seinem Säcklein beschenkt. Ursprünglich besang dieses Lied einen Poltergeist mit klappernden Knochen und Sense, welcher an den Sensenmann, eine mittelalterliche Vorstellung vom Tod, erinnert. Der Name kann auch stellvertretend für den Teufel stehen. Er ist überdies eine allgemeine Sammelbezeichnung für allerlei Dämonen und andere geisterhafte Wesenheiten.

Im angelsächsischen Raum entspricht der Butzemann im weitesten Sinne dem boggart oder bogeyman, der oft auch als „Schwarzer Mann“ übersetzt wird; er kommt nachts aus Kleiderschränken oder kratzt am Fenster. Er ist eine beliebte Figur in Fantasyromanen, wie beispielsweise Terry Pratchetts Scheibenweltserie, und findet in Horrorfilmen Verwendung.

Ähnliche GestaltenBearbeiten

Etymologisch nahe verwandt sind folgende Sagengestalten

  • der friesländische Puk
  • der englische Puk, bekannteste Ausprägung als Puck bei William Shakespeare
  • der schwedische Pocker für Teufel
  • der norwegische Puk bzw. Draug, ein bösartiger Wassergeist
  • der isländische Púki bzw. Púkinn für kleiner Teufel

LiteraturBearbeiten

  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 3. Auflage. München 2003, ISBN 3-406-49451-X, Seite 45
  • Ludwig Laistner: Über den butzenmann, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur N.F. 20 = 32 (1888), 145–195

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